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  • Kontinuität in der Ehe

    Hui, ganz schön schwierig eine Ehe zu führen und darüber zu schreiben. Die lange Pause seit meinem letzten Beitrag bitte ich zu entschuldigen.

    In den ersten Monaten ist so viel passiert, dass es schwierig ist alles zu berichten. Generell ist die Ehe als hervorragend zu bezeichnen, ich meine als Institution. Natürlich ist meine Ehe hervorragend, immer!

    Am Anfang habe ich angenommen, dass das Einschwören der Ehe auf das der Tod uns scheidet irgendwie einengend ist. Dieses Gefühl ist aber mehr Vorurteil, das von heiratsunwilligen Männern gestreut und am Leben gehalten wird. Tatsächlich gibt es die gleichen Freiräume wie vorher, so dass man auch einmal getrennt weggehen kann. Gut ist allerdings, dass man nun bei anderen Hochzeiten und Festivitäten immer zusammen eingeladen wird. „Eingeladen sind Frau und Herr Sowieso“, großartig.

    Der Hans

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    Hans ist ein anonymer Ehemann. Er schreibt über die Ehe und beschreibt das Leben als “Verheirateter”. Siehe hierzu die Ankündigung zu diesem “Eheblog”

    Popularität: 24%

  • 8. Eintrag im Ehetagebuch - Und es verändert sich doch…

    Ja, ich will keine Panik verbreiten vor dem 8.8.2008, einem so schönen Datum.

    Viele werden heiraten und sicher sein, dass alles mindestens so gut bleibt wie es ist oder eventuell noch ein klitzekleines Stück besser wird, beziehungstechnisch…

    Vieles wird auch besser, z.B. Steuererklärungen, Klosterbesuche und die Gespräche bei der Bank zur Kreditvergabe (wobei momentan ja nur Menschen kreditwürdig sind, die eigentlich keinen Kredit benötigen… aber das ist ein anderes Thema).

    Merkwürdig anders wird aber plötzlich das Gefühl der Verantwortung und des Verlusts. Wir haben versprochen in guten wie in schlechten Zeiten füreinander zu sorgen. Wir wissen alle, dass auch schlechte Zeiten kommen werden und die meist schwerer wiegen, als die guten Zeiten. Die Guten lebt man einfach dahin, an den Schlechten nimmt man Maß und bewertet seine Beziehung.

    Im Büro kommt jetzt häufiger der Satz „ach ne´, Du bist jetzt ja verheiratet“. Was soll denn das heißen? Ich kann doch auch verheiratet Spaß haben oder mal verrückt sein ohne gleich meine Frau zu vernachlässigen. Sie wird ja nicht gleich sterben nur weil ich am Wochenende auf ein Festival mit den Jungs gehe und wir planen unter freiem Himmel zu schlafen. Der Gin wird und schon wärmen…

    Andererseits habe ich plötzlich Verlustängste. Es wäre jetzt doch wirklich zu schade, wenn ich voll des Glückes auf der Fahrt zum Festival gegen einen Baum fahren würde. Das würde mich wahnsinnig machen. Das Gefühl verheiratet zu sein, ist wie ständig einen Koffer voll Diamanten bei sich zu tragen. Wehe dem Schicksal oder irgend so einem Vollhirn, der mir diesen Koffer wegnehmen will. Der Sensemann braucht sich schon gar nicht blicken zu lassen. Dem haue ich den Koffer über seine Mütze…

    Also ja, es verändert sich doch einiges. Entweder man fühlt mehr Verantwortung oder sie wird einem eingeredet und ja, man hat Angst den Zustand des gemeinsamen Glücks zu verlieren.

    Aber ihr macht ja alle eh was ihr wollt…

    Der Hans

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  • 7. Eintrag im Ehetagebuch - 1 2 3 - glücklich sei´n

    Kann es sein, dass man nach der Ehe noch glücklicher ist als vorher? Ist es einfach der Zustand oder die Tatsache, dass man sich einer Person verpflichtet hat?

    Ich möchte es mal so ausdrücken: Die Ehe ist ein Zustand des Glücks! Das Glück ist in mein Leben getreten, nicht durch die Ehe, sondern durch die Frau, die mich geheiratet hat. Wer kann denn so verrückt sein mich zu heiraten!? Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

    Soll ich meiner Frau sagen was ich für ein Chaot eigentlich bin? Vielleicht weiß sie das aber auch schon längst und wiegt mich nur in Sicherheit. Wenn ich mich jetzt outen würde, könnte ich mich endlich benehmen wie Sau.

    Mal sehen…

    Der Hans
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  • 6. Eintrag im Ehetagebuch - nicht immer nach vorne

    Es geht ja bekanntlich immer weiter, bis man gegen eine Mauer tritt. Sollte die mal nicht einzutreten sein, muss mann halt klettern.

    Logisch?
    In der Ehe muss man aufpassen, dass man nicht zu doll tritt, den man weiß nie, was sich dahinter verbirgt. Wenn Du eine Frage an Deine Ehefrau hast, so darfst Du die auch in der Ehe stellen. Bekommst Du keine oder nur eine nicht ganz einleuchtende Antwort, so akzeptiere es…von Zeit zu Zeit zumindest. Lass Deine Frau auch mal unlogisch sein, denke daran auch Dein bester Kumpel redet meist ziemlich quer daher, oder?
    Wenn Du zu oft das Denkmodell Deiner Liebsten und Ehefrau in Frage stellst, geht es schnell an die substantiellen Dinge in der Beziehung. Dann heißt es schnell „ja, warum hast Du mich denn dann geheiratet, wenn Du meine Gedanken so abwegig findest“. Solche Gespräche laufen nicht rational ab und hinterlassen Spuren.
    Übrigens, wenn eine Frau diese Einträge schreiben würde, könnte sie wahrscheinlich genau das selbe schreiben…

    So ist das eben in der Ehe.

    Hans

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  • 5. Eintrag im Ehetagebuch - und morgen?

    Komm, lassen wir uns gehen?!

    Ein Gerücht, dass vor der Eheschließung regelmäßig die Runde macht ist, dass sich die Ehepartner nach der Hochzeit gehen lassen und aufquellen wir Hefeklöße.

    Esst mehr Obst

    Das stimmt nicht! Nun will ich jetzt mal nicht von mir reden, da ich aus reiner Veranlagung enorm schwere Knochen habe. Lieber möchte ich meine Gemahlin loben.

    Die Prozedur des “Fertigmachens“ morgens dauert so lang wie eh und je und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lasen. Das sie toll aussieht sage ich ihr aber lieber nicht, schließlich will ich sie nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.

    Da fällt mir eine Frage ein: Ist es ein gutes oder schlechtes Zeichen, wenn das Fertigmachen am Morgen auf einmal länger dauert? Heißt das, dass sie mehr Zeit braucht, um etwaige neue Fältchen o.ä. zu verdecken oder heißt es, dass sie bestrebt ist einfach noch besser auszusehen?

    Der Hans!

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  • 4. Eintrag im Ehetagebuch - Lahm, willst du mich heiraten?

    Deutschland - Türkei 3:2!

    Ehe gut, alles gut!

    Hans im Glück!

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  • 3. Eintrag im Ehetagebuch - Alle wollen nur mich!

    Seitdem ich verheiratet bin, fühle ich mich wahnsinnig begehrt.

    Ein komisches Gefühl so verheiratet zu sein. Es ist ein Gefühl der Sicherheit. Man ist nicht mehr zu haben für andere Frauen. Die wollen ja alle, ich muss sie alle enttäuschen.

    Das gleiche Gefühl hatte ich als ich nach Jahren des Singledaseins eine neue Freundin hatte und plötzlich alle Frauen wie wild an mir zehrten…gefühlsmäßig eingebildet. Ich würde gerne mal wissen, ob das wirklich so ist oder nur Einbildung. Gibt es so eine Art Sphäre, die einen umgibt, die so eine Art Ehering als Heiligenschein trägt?

    Damals hätte ich noch fragen können, ungezwungen ungebunden wie ich war. Heute hätte meine Frau wohl kein Verständnis, wenn ich wildfremde Frauen in der U-Bahn ansprechen würde und sie nach den Gründen ihrer so offensichtlichen Zuneigung zu mir ausfragen würde.

    Ein ungeklärtes Phänomen des Zusammenseins und somit auch der Ehe.

    Es gibt viel zu verpassen!

    Der heiße Hans

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  • 2. Eintrag im Ehetagebuch - Bin immer noch Ehemann

    Die unmittelbare Zeit nach der Hochzeit ist geprägt von überschwänglichen Anrufen der Verwandt- und Freundschaft.

    “Ach, wie nett war es doch und Deine Gattin ist ja so eine Süße und wie hübsch sie aussah”, heißt es dann von der Verwandtschaft. Freunde erkundigen sich nach der Hochzeitsnacht und machen Ihre Witze über den Eröffnungswalzer und die irre witzigen Spielchen. Ich gehe davon aus, dass diese Anrufe in Kürze nachlassen werden. Oder etwa nicht? Tatsache ist auch, dass man mit den Gästen am längsten sprechen muss, die man eigentlich “nur gerade so” eingeladen hat. Die waren dann so glücklich dabei gewesen sein zu dürfen, dass sie aber auch wirklich jeden Schnaps hoch und runter getrunken haben und im Grunde auch das erste Stück Hochzeitstorte greifen wollen.

    Die Hochzeitstorte (riesen Schichttorte) ist irgendwie abhanden gekommen. Am Morgen nach der Hochzeit war sie nicht mehr aufzufinden. Meine Vermutung ist, dass die Küche sich die Torte unter den Nagel gerissen hat. Sei ihr gegönnt, das Essen war gut.

    Das Leben geht auf jeden Fall weiter und meine süße “Gattin” und ich hatten noch keinen Ehekrach…So kann es weiter gehen!

    Auf die Ehe! Grüße Hans

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  • 1. Eintrag im Ehetagebuch - 2 Tage ist es her

    2 Tage ist es her. Seit Samstag bin ich verheiratet. Ich fühle mich gut.

    Der Sonntag war schwer vernebelt, der Kopfschmerz war unerträglich. Dennoch verlangten Freunde und Familie uns am Sonntag beim „Hochzeits-Brunch“ zu sehen. Von diesem Brunch am nächsten Tag kann man nur abraten. Man sollte noch in der Nacht der Hochzeitsfeier seine Koffer packen und einfach verschwinden. Am Morgen danach will man die ganzen Leute eigentlich nicht mehr sehen. Das Fest war großartig, das sollte man am nächsten Tag nicht zerreden. Die ganzen “Schnapsgeschichten” nehmen ein wenig die Romantik.

    Die Hochzeitsreise fiel aus. Mein Arbeitgeber sagte NEIN. Da es sich zudem um ein großes britisches Softwarehaus handelt, ist heute noch fraglich, ob ich es rechtzeitig zum Fußball schaffe. Österreich-Deutschland, klarer Sieg für Deutschland, wahrscheinlich. Notfalls gucke ich mit meiner EHEFRAU. Ging ja schließlich früher auch, noch bevor wir verheiratet waren.

    Meine neue Bezeichnung in der Gesellschaft ist nun also EHEMANN. Ich weiß nicht wie man sich als Ehemann verhält oder ob nun etwas besonderes von mir erwartet wird. Ziemlich gut finde ich meinen Ehering. Beim Zigaretten kaufen heute Mittag habe ich ihn beim Bezahlen der Verkäufern direkt unter die Nase gehalten… „Hallo, verheiratet!“. Ganz schön erwachsen fühle ich mich. Ansonsten hat sich eigentlich nichts verändert. Es liegt noch einiges vor uns…

    Bis bald, Hans

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  • Tagebuch einer Ehe

    Achtung und aufgepasst - Ein Eheblog!

    Hier erscheinen in Kürze die ersten Beiträge eines Verheirateten. Sie beschreiben den Alltag einer Ehe. Was macht die Ehe aus, wie geht es weiter nach der Hochzeit? Die Antworten auf so viele quälende Fragen aus der Sicht eines Ehemanns. Die Beiträge können voll Romantik und anderen Höhepunkte sein, können aber auch derbe Sprache beinhalten. Die Ehe ist halt nicht immer ein Rilke-Gedicht.

    Das Tagebuch möchte als Eheblog verstanden werden, das nicht da aufhört, wo es interessant wird. Die meisten Blogs zur Ehe beschreiben nur den Weg dorthin aber nicht wie es weiter (g)ehen soll.

    Der Schreiber möchte unverständlicherweise anonym bleiben, wir nennen ihn zur Vereinfachung Hans. Etwaige Schmähbriefe, Beschimpfungen oder Liebeserklärungen daher bitte direkt an die Redaktion mit dem Betreff “Hans”. Wir wollen keinesfalls für Ehedepressionen oder abgesagte Hochzeitstermine verantwortlich gemacht werden … es war der Hans!

    Popularität: 41%

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Tagebuch einer Ehe

Dies ist das Archiv für Tagebuch einer Ehe. Was macht die Ehe aus, wie geht es weiter nach der Hochzeit? Ist tatsächlich alles anders? Hier finden Sie die Antworten auf so viele unbeantwortete Fragen aus der Sicht eines anonymen Ehemanns.

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